Max-Planck-Institut für Ornithologie - Die Welt der Wissenschaft in Radolfzell



Sie kommen aus den USA, Israel, Skandinavien, Australien und anderen Ländern. Renommierte Wissenschaftler aus aller Welt treffen sich für einen Workshop am Bodensee, im Tagungshotel Haus St. Elisabeth des Klosters Hegne. Vom 20. – 22. Juni werden hier die neuesten Erkenntnisse aus der Tierwanderungsforschung ausgetauscht.

Bereits im vergangen Jahr war das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell-Möggingen Gastgeber eines internationalen Arbeitstreffens, das sich mit den Zugrouten von Wasservögeln befasste. Denn seit 2008 Prof. Dr. Martin Wikelski als neuer Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und an den Lehrstuhl für Ornithologie der Universität Konstanz aus Princeton berufen wurde, forscht man an der Vogelwarte Radolfzell schwerpunktmäßig zum Thema weltweiter Tierwanderung.

Zur Analyse dieses Phänomens bedient sich die heutige Wissenschaft modernster,  winziger Sender, die sogar Insekten tragen können, bis hin zu GPS-Loggern, die über Satellit, ähnlich dem Navigationssystem in Autos, nicht nur Auskunft über Aufenthaltsort des Tieres geben, sondern auch, wie hoch der Pulsschlag oder die Körpertemperatur eines Tieres ist. Diese technologischen Innovationen eröffneten der Erforschung globaler Tierwanderbewegungen völlig neue Möglichkeiten und gabendieser Forschungsrichtung einen enormen Schub.

Die renommierte National Science Foundation der USA, die wichtigste Einrichtung der Vereinigten Staaten zur Förderung der Grundlagenforschung, unterstützt seit 2006 das Forschungsprojekt "Migrate" unter Leitung von Martin Wikelski und Jeffrey Kelly.

In neun Arbeitsgruppen werden Themen wie die Beeinträchtigung der Zugrouten durch den Menschen oder die Frage nach der Orientierung und Navigation auf den Wanderrouten der Tiere diskutiert. So gewinnen die Wissenschaftler Erkenntnisse, wie Individuen in ihrer natürlichen Umwelt mit Klimaveränderungen, menschlichen Einflüssen und Krankheitserregern zu Recht kommen.


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